7/31/2012

Tag 213 - Neue Erkenntnisse

Heute hatte ich ja bekannter Maßen, wieder einmal Frühdienst.. Ich habe wieder meinen obligatorischen Zettel bekommen, auf dem drauf steht, wen ich machen soll, dann das Frühstück austeilen und hinterher nochmal zwei Leute. Allerdings hatte ich heute einen Brecher weniger.. Na immerhin. Wir waren zwar wieder nur zu dritt und ein Bewohner musste um spätestens viertel nach sieben schon fertig sein, weil er dann abgeholt wird und zur Dialyse muss.. Da war ich dann als erstes heute drin. Dann weiter zu einem Bewohner, der an Parkinson erkrankt ist. Dem zieht man untenrum schon mal die Socken, Hosen, Schutzhose und Schuhe an und setzt den auf den Toilettenstuhl, schiebt den ins Bad, damit der sich da gemächlich fertig machen kann und dann noch klüngelt. Er schellt immer, wenn er dann fertig ist. In der zwischenzeit geht man dann zu einer anderen Bewohnerin, duscht die, macht der die Haare und zieht die an, stellt ihr die Schilddrüsentablette auf den Rollator und schickt die nach vorne. Dann folgt der nächste Bewohner, den man, weil er in nem Doppelzimmer mit dem Dialysepatienten liegt, dann vorher schon mal ins Bad geschickt hat, damit der auf Toilette geht und sich danach wäscht, dem muss man dann nur den Rücken waschen und dem beim Anziehen helfen. Danach bleibt ja eigentlich nur noch der Bewohner mit dem Parkinson über. Da der noch nicht klingelte, war er noch nicht fertig. Also Zucker messen und Insulin spritzen. Dann in der Küche alles vorbereiten und schon die Tabletts in den Zimmern verteilen, von denen, die im Zimmer essen. Dann wieder zu dem Klüngel-Opa. Den obenrum angezogen und auch unten herum alles zurecht gemacht. Dann Frühstück austeilen..

Bis dahin hat man schon das Gefühl in den Arbeitsklamotten eine eigene Sauna eröffnet zu haben.

Nach dem Austeilen auch alles wieder abräumen und in die Küche schicken. Dann ist es schon viertel nach neun. Also die nächste Oma aus dem Bett holen, waschen und in den Rollstuhl setzen (100 Jahre alt, so süß die Frau). Der stellt man dann das Frühstück auf den Therapietisch, dann isst die alleine. Dann mit dem netten alten Lifter zu einer Bewohnerin mit einer Halbseitenlähmung. Während man dann das Liftertuch unter ihr ausbreitet, hat sie glaube an die gefühlte 50x schon gesagt, dass sie doch nicht duschen wolle, weil ihr das und das und das und ach das da auch, weh tue. Ich sie geduscht, das Bett bezogen und hinterher weiter im Bett versorgt. Die war dann doch auch ganz zufrieden damit.

Dann sollte ich laut meiner Praxisanleitung, den Wäschewagen und meinen Materialienwagen wieder bestücken und den Mülleimer leeren und hätte dann zur Pause gehen können.

Nun bin ich nunmal aber so, dass ich erst noch den Schriftkram nach dem Aufräumen gemacht habe und den PC-Kram. Dann wollte ich endlich Pause machen, um viertel nach zehn, da klingeln zwei Bewohner gleichzeitig. Ich also dahin, beide wollten zur Toilette. Gut dann bin ich zu der Dame und eine andere ist zu dem Mann gegangen. Alles erledigt. Erzählen einem Angehörige noch etwas, das Telefon klingelt ununterbrochen. Pause hatte ich dann um viertel vor elf, bis viertel nach.

Das geht die ganze Zeit so weiter....

Auf Grund meines Dienstplans habe ich dann heute erneut in der Schule angerufen, wegen dieser Pflegeabnahme. Und nach dem dritten Versuch, habe ich auch endlich meine Klassenlehrerin erreicht. Ehe ich meinen ersten Satz überhaupt beendet hatte, fuhr sie mir direkt über den Mund, sie hätte meiner Kollegin, die eine Station über mir arbeitet, gesagt, dass sie am 16.8. käme und dabei würde es bleiben. Und ich meinte daraufhin, dass ich aber überwiegend Spätdienst habe. Daraufhin sie dann "Alle anderen Termine sind belegt, sie käme dann, ich solle zusehen" Also habe ich sie gefragt, wie ich das denn ihrer Meinung nach machen sollte, wenn ich als volle Kraft eingesetzt werde, weil Nachmittags keiner da ist?! Dann ließ sie sich auf den Kommentar ein, dass sie das mit unserer Schulleitung besprechen würde und sich dann nochmal melden würde.. Ich habe das dann meiner Praxisanleitung/Stationsleitung erzählt, die hat auch gesagt, dass sie mir lieber Frühdienst gegeben hätte, dass das aber leider nicht anders zu machen war und sie auch nicht den Dienstplan komplett umändert, nur weil meine Lehrerin meint, dass alles nach ihrer Nase tanzt.
Gut, dass sie hinter mir steht in der Hinsicht, aber das war auch zu erwarten, denn sie kann meine Klassenlehrerin genauso wenig leiden, wie ich^^

Außerdem habe ich heute erfahren, dass man zwei Wohnbereich zu einem zusammenlegen wird und es ein großes Team geben wird. Ich nehme an, dass das einfach den Zweck hat, dass, wenn auf der einen Station Mangel ist, jemand von der anderen Station aushelfen muss. Anders kann ich mir das nicht erklären.

Ab morgen kommt eine weitere Praktikantin, die den ganzen August da sein wird. Altenpflegehelferausbildung. Geht auch bei mir auf die Schule, mal gucken morgen, ob ich die schon mal gesehen habe. Jedenfalls hat die Montag schon Pflegeabnahme, bei meiner Klassenlehrerin.. Ich hab Spätdienst^^ War nicht anders zu erwarten..

Dann habe ich vorhin mit meiner Sitznachbarin telefoniert und geklärt, wie wir das am Samstag machen. Ob wir mit zwei Autos dahin fahren oder zusammen.. Wir fahren zusammen. Ich fahre zu ihr und sie fährt dann weiter^^ Gegen zwei. Das geht sowieso bis 24 Uhr da. Da muss man dann ja auch nicht so früh sein, auch wenn es da sicherlich viel anzusehen gibt. Freitag dann erst mal Geld holen, deswegen. Aber erst sind morgen die ganzen Überweisungen dran.

Mal sehen, was ich mit dem angebrochenen Abend noch so mache. Morgen kann ich länger schlafen, schließlich habe ich Spätdienst. Ich weiß gar nicht mit wem. Erst mal gucken morgen.
Vielleicht zeichne ich noch ein bisschen was. Einer Bekannten habe ich eigentlich auch irgendwann mal versprochen ihr eine Tattoovorlage zu zeichnen. Aber ich hatte bisher nicht den Kopf dafür. Ich sollte mir das mal vornehmen.

MfG

.. nach diesem ereignisreichen Tag..

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